Thermografie - Praxis

Hier einige Bilder aus der täglichen Praxis der Gebäudethermografie:

 

Der schöne Bodensee steigt auch mal bei Hochwasser über die Ufer. Schnell kommt es dadurch zu Hochwässerschäden in Kellerräumen an ufernahen Gebäuden...

Überwachung einer Bautrocknung nach Hochwasserschaden

Überwachung der Bautrocknung nach Hochwasserschaden

- Erfolg / Fortschritt einer Bautrocknung

- prüfen / überwachen

- Prüfung auf  Restfeuchte im Mauerwerk

- (Kapillarfeuchte)

- Der Temperaturverlauf der Wand und

- die Oberflächenfeuchte wird auf dem

- Bildschirm der Wärmebildkamera

- dargestellt

- Sofort kann man vor Ort erkennen wie

- weit die Bautrocknung vorangeschritten

- ist

 

 

 

 

 

 

 

 

Undichtigkeit in einem Dachfenster

Wärmeverlust durch undichtes Dachfenster

- Zwischen Dachfensterrahmen

- und Fenster dichtet die

- Dichtung nicht mehr richtig ab.

- Als Folge kann kalte Außenluft

- an dieser Stelle eindringen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Thermografie Gebäudeaußenaufnahme

Außenthermografie Mehrfamilienhaus

- Gebäude aus Ende
- 60er Jahre

- Keine energetische

- Sanierung bisher

- erfolgt, außer

- Heizung

- Bewölkter Wintertag

- im Februar

- Gemessen am späten

- Abend

- Außentemperatur ca. 3°C

Bei der Gebäude-Außenthermografie kann man gut den energetischen Zustand des Gebäudes erkennen:

- Im ersten und zweiten Stock ist die Etagendecke von außen

- erkennbar (Wärmebrücke).

- Im ersten Stock wird hinter den beiden Fenstern geheizt,

- die Heizkörper befinden sich direkt  unter den Fenstern,

- ein Teil dieser Wärme dringt nach außen und erwärmt die

- Gebäudehülle an dieser Stelle außen an der Oberfläche der

- Außenwand auf max. ca. 8°C bei Außentemp. 3°C.

- Im ersten Stock wird hinter dem linken Fenster (Küche) 

- mehr geheizt als rechts (Schlafzimmer).

- In der Außenwandecke ca. 3°C Oberflächentemperatur

- (im Bild ganz rechts).

Innenthermografie Mehrfamilienhaus

Nachfolgende Bilder verdeutlichen wie Schimmelpilzwachstum enstehen kann.

In einem Mehrfamilienhaus, von dem oben die Außenthermografie durchgeführt wurde, wurde auch eine Innenthermografie im Schlafzimmer durchgeführt. Das Schlafzimmer war während der Messung auf ca. 16°C Raumtemperatur beheizt.

Messergebnis Innenthermografie: Die niedrigsten Oberflächentemperaturen zeigen sich bei der Innenthermografie in der Außenwandecke (kritischste Stelle im Raum!).

Bild 1 zeigt eine sehr geringe Oberflächentemperatur in einer Außenwandecke unten.

Bild 2 zeigt die gleiche Aufnahme, dieses mal wurde aber mit der Wärmebildkamera mittels eingebautem Feuchtemodul die Raumfeuchte gemessen und der Wärembildkamera als Information übermittelt. Die Wärmebildkamera errechnet daraus direkt die Oberflächenfeuchte der Wandfläche. Das Bild 2 zeigt nach dem Ampelprinzip sofort die schimmelkritischen Stellen, welche die Wärembildkamera errechnet hat:

Dunkelgrün "unkritisch",  gelb/orange "auffällig",  rot "sehr kritisch"

(rot: Oberflächenfeuchte der Wandecke über 80% r.F.)

Kritische niedrige Temperatur in einer Außenwandecke

Bild 1: Darstellung der Oberflächentemperatur einer Außenwandecke

(Geometrische Wärmebrücke)

- Schimmelpilzgefahr bei hoher

  Raumfeuchte!

- Wand max. ca. 14°C warm

- In Wandecke nur ca. 10°C

Kritische Oberflächenfeuchte in einer Außenwandecke

Bild 2: Darstellung der Oberflächenfeuchte

einer Außenwandecke

- Schimmelpilzgefahr ab. ca
  70% Oberflächenfeuchte

- Wand min. ca 70%

  Oberflächenfeuchte

- In Wandecke 90-100%

  Oberflächenfeuchte

  (Kondensatbildung)

 

 

 

 

 

 

 

Bewertung der Thermografiebilder:

In der Außenwandecke ist mit Schimmelpilzbefall zu rechnen, falls dieser Zustand über längere Zeit vorliegt.  Die feuchte Raumluft kondensiert an den Wandstellen wo die niedrigsten Oberflächentemperaturen vorliegen (Außenwandecke). Durch Sättigung der Oberfläche fällt Tauwasser-Kondensat aus, d.h. die Wand ist nass. Ideale Bedingungen für Schimmelpilzwachstum.

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